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User-generated Content in der beruflichen Weiterbildung

Kontinuierliches Lernen mit User-generated Content

User-generated content (UGC), also nutzergenerierte Inhalte, gewinnen auch in der beruflichen Weiterbildung immer mehr an Bedeutung. UGC beschreibt alle Arten von Medieninhalten, die von Nutzern im Internet erstellt und geteilt werden. Dazu gehören beispielsweise Blogeinträge, Videos, Podcasts oder Beiträge in sozialen Netzwerken.

Vorteile von User generated Content

User-generated content bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen. Zum einen ist es kosteneffizient und skalierbar, da Mitarbeiter Inhalte kostengünstig oder kostenlos erstellen, teilen und weiterentwickeln können. Dadurch entsteht eine umfangreiche Wissensbasis, die firmenweit genutzt werden kann, ohne hohe Produktions- und Lizenzierungskosten für Inhalte.

Zudem sind UGC-Inhalte aktuell und relevant, da sie direkt aus der Belegschaft stammen und reale Arbeitsplatzherausforderungen widerspiegeln. Im Gegensatz zu vorgefertigten Inhalten von externen Anbietern decken nutzergenerierte Inhalte genau die Themen ab, die für die Mitarbeitenden wichtig sind.

Die Authentizität von Nutzergenerierten Inhalten schafft Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Verbundenheit innerhalb des Unternehmens. Mitarbeiter profitieren vom internen Know-how ihrer Kollegen.

Die Erstellung und der Austausch von Inhalten fördern das Mitarbeiterengagement und den Wissensaustausch. Mitarbeiterinnen fühlen sich durch die Möglichkeit, Inhalte zu erstellen und zu teilen, ernst genommen und motiviert. Ein offener interner Austausch über Arbeitsplatzherausforderungen und bewährte Praktiken fördert zudem das individuelle Lernen, Teamwork und die Innovationskraft der gesamten Belegschaft.

Durch die Möglichkeit, jederzeit eigene Inhalte zu erstellen und zu veröffentlichen, können Unternehmen schnell auf neue Entwicklungen, Trends und Bedürfnisse reagieren. Aktuelle Inhalte aus erster Hand sind oft hilfreicher als veraltete Lehrbuchweisheit.

 

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User-generated content fördert auch die Interaktion und den kollegialen Austausch zwischen den Wißbegierigen, was Motivation, Verständnis von Zusammenhängen und letztendlich den Lernerfolg steigert. Synergien und neue Ideen können aus dem Austausch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen.

Dank Personalisierung finden Mitarbeitende Inhalte, die genau zu ihren Interessen, ihrem Tätigkeitsbereich und ihrem Wissensstand passen. Maßgeschneiderte Inhalte von Kollegen aus der Praxis steigern die Relevanz und Nützlichkeit der Inhalte für jede Einzelne.

Im Vergleich zu aufwendig extern produzierten Lerninhalten mit teuren Grafiken und Videos können Unternehmen mit User-generated content Kosten sparen. Basierend auf Textdokumenten und Präsentationen der Mitarbeiter sind UGC-Inhalte kostengünstiger und gleichzeitig praktischer nutzbar.

Nutzergenerierte Inhalte können in der beruflichen Weiterbildung eine wertvolle Ergänzung zu herkömmlichen E-Learning und Schulungen darstellen. Besonders durch die Einbindung der Mitarbeiter und die Verankerung der Inhalte in ihre tatsächliche Arbeitspraxis, bieten von Mitarbeiterinnen erstellte Inhalte einen enormen Mehrwert sowohl für die Beschäftigten selber als auch für den Unternehmenserfolg.

Herausforderungen bei User-generated Content

Die Nutzung von nutzergenerierten Inhalten in der beruflichen Bildung birgt auch einige Herausforderungen:

Qualitätssicherung bei User-generated content erfordert alternative Maßnahmen, da Inhalte nicht durch eine zentrale Redaktion geprüft werden. Bewertungs- und Empfehlungssysteme können hierbei unterstützen. Ein formeller Freigabeprozess kann eher hinderlich sein, während eine offene Unternehmenskultur und der Mut zur Unvollkommenheit die Beteiligung fördern.

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Mitarbeitende aus den Fachabteilungen verfügen oft nicht über die didaktische Kompetenz oder Kenntnisse in der Nutzung komplexer Autorentools. Vorlagen und Beispiele können bei der Konzeption unterstützen, um diese Hürden zu überwinden.

Die Aktualität von UGC sollte regelmäßig überprüft werden, um Fehlinformationen durch veraltete Inhalte zu vermeiden. Automatisierte Verfallsdaten und Aufforderungen zur Überprüfung können dabei hilfreich sein.

Die Fragmentierung von Inhalten kann entstehen, wenn jeder Nutzer eigene Inhalte erstellt. Eine gute Strukturierung, Kategorisierung und Empfehlung relevanter Inhalte ist daher essenziell, um Übersichtlichkeit zu gewährleisten.

Innerhalb von Intranets besteht in der Regel keine Gefahr durch unqualifizierte oder beleidigende Beiträge, da die Nutzenden bekannt und sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Dennoch kann eine aktive Moderation dazu beitragen, die Qualitätsstandards zu verbessern.

Die Beteiligung an UGC innerhalb von Unternehmen folgt oft dem 90-9-1 Prinzip, bei dem 90% der Nutzer nur konsumieren, 9% gelegentlich beitragen und nur 1% aktiv Inhalte erstellen. Es ist wichtig, die große „stille Masse“ explizit zur Beteiligung zu motivieren.

Insbesondere bei mittelständischen Unternehmen fehlt es häufig an der kritischen Masse, um eine organische Community aus freiwilligen Beitragenden zu bilden. Hier sind die Führungskräfte und eine unterstützenden Lernkultur gefragt.

Definition von User generated content im e-learning

User-generated Content (UGC) im E-Learning bezeichnet Lerninhalte, die von den Lernenden selbst erstellt werden. Dabei können Lernende eigene Texte, Präsentationen, Videos, Podcasts usw. beitragen und so zu Co-Autoren der Lernmaterialien werden.

Nutzergenerierte Inhalte ermöglichen eine aktive und kreative Beteiligung der Lernenden am Lernprozess. Lernende können so ihre Erfahrungen und Perspektiven in die Gestaltung der Inhalte einbringen. Dies steigert die Motivation und das Engagement.

notebook w. handwritten note User-generated Content

Zudem erlaubt UGC im digitalen Lernen vielfältige Interaktionen und Austausch zwischen Lernenden. Kommentare, Bewertungen oder Weiterentwicklungen der Inhalte durch andere understützen kooperatives Arbeiten und vernetztes Lernen.

Insgesamt trägt user-generated content durch Partizipation, Kreativität und Kollaboration der Lernenden zu einer aktiveren und selbstgesteuerten Wissensaneignung bei. UGC ergänzt somit sinnvoll traditionelle, lehrergenerierte Inhalte.

UGC kann in der beruflichen Weiterbildung eine große Bereicherung darstellen und Wissen auf vielfältige Weise vermitteln. Beliebte Formate sind beispielsweise:

  • Fachbeiträge und Blogartikel, in denen Branchenexperten ihr Spezialwissen teilen. Hier haben Leser die Möglichkeit, sich über neueste Entwicklungen und Trends zu informieren. – Erfahrungsberichte und Best-Practice-Beispiele von Praktikern. Diese geben einen authentischen Einblick in die tägliche Arbeit und veranschaulichen, wie bestimmte Aufgaben oder Probleme gelöst werden können.
  • Erklärvideos und Lernvideos, die komplexe Zusammenhänge visuell aufbereiten und dadurch leichter verständlich machen. Dies ist besonders für handlungsorientierte Weiterbildung wertvoll.
  • Fachpodcasts, in denen Themen oft auch kontrovers diskutiert werden. Podcasts eigenen sich, um sich Hintergrundwissen anzueignen oder auf dem Laufenden zu bleiben.
  • Präsentationen und anschauliche Infografiken, welche die Kernaussagen übersichtlich zusammenfassen. Damit lassen sich auch umfangreiche Inhalte schnell erfassen.
  • Fachbeiträge und Diskussionen in beruflichen Gruppen von sozialen Netzwerken. Hier kann man sich über offene Fragen und Probleme mit Kollegen und Experten austauschen.

    Insgesamt fördert UGC damit sowohl aktives selbstgesteuertes Lernen als auch wissensintensiven Dialog und Erfahrungsaustausch zwischen Peers. Damit ist es ein wertvolles Instrument für lebenslanges Lernen im Beruf.

    Lerninhalte erstellen mit Beteiligung der Belegschaft – Best Practices

    Aus den genannten Herausforderungen lassen sich einige Empfehlungen und Best Practices für den Einsatz von UGC in der beruflichen Weiterbildung ableiten:

    Eine klare Kommunikation der Ziele und Regeln für UGC ist entscheidend, um die Hemmschwelle zur Teilnahme zu senken. Es sollte transparent sein, welche Inhalte erwünscht sind und wie sie genutzt werden können.

    Die Erstellung von Inhalten sollte möglichst einfach und intuitiv gestaltet sein, beispielsweise durch Vorlagen oder Content-Generatoren, da komplizierte Tools viele Nutzer abschrecken können.

    Durch Bewertungs- und Empfehlungssysteme kann die Qualität der Beiträge gesichert werden, wobei die Community selbst einschätzen kann, welche Inhalte besonders nützlich sind.

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      Eine aktive Moderation zur Überprüfung der Beiträge ist ebenfalls hilfreich, um das Niveau der Beiträge kontinuierlich zu verbessern.

      Es ist wichtig, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzubeziehen, auch die stilleren Zielgruppen. Insbesondere introvertierte Mitarbeitende sollten ermutigt werden, sich einzubringen.

      Anreizsysteme wie Auszeichnungen oder Wettbewerbe können zusätzlich zur Teilnahme motivieren und aktive Nutzerinnen belohnen.

      Die Verknüpfung von UGC mit offiziellen Kursen ermöglicht einen besseren Praxistransfer, da die Lerninhalte durch Nutzererfahrungen ergänzt werden können.

      Langfristig sollte UGC-gestützte Weiterbildung als fester Bestandteil in das Personalentwicklungskonzept integriert werden, um die Vorteile vollständig auszuschöpfen.

      Bei Berücksichtigung dieser Aspekte kann nutzergenerierter Content die berufliche Weiterbildung sinnvoll erweitern und effektiver sowie praxisnäher gestalten. Die Potenziale von UGC sollten dabei konsequent genutzt werden.

      Wie können Nutzergenerierte Inhalte für e-learning genutzt werden? 

      Die Erstellung von e-learning Inhalten erfordert in der Regel spezialisierte Autorentools. Die Einarbeitung in diese Tools als Voraussetzung zur Erstellung von user-generated content im e-learning wäre eher ein Hindernis bei der breiten Erstellung von Content durch viele Mitarbeitende. Gleichzeitig ist häufig die Trainingsabteilung der Flaschenhals bei der Produktion der e-learnings und web-based trainings.

      Eine Möglichkeit besteht in der weitgehend automatisierten Konvertierung von PowerPoint Inhalten in elearning, wie sie von ai-torials angeboten wird. So können die eigenen Kolleginnen sich auf die Inhalte konzentrieren, während die Produktion extern erfolgt.

      Nutzergenerierte Inhalte – eine wertvolle Ergänzung für die Weiterbildung

      Nutzergenerierte Inhalte bergen ein enormes Potenzial für die berufliche Weiterbildung. Durch die Authentizität und Aktualität der Beiträge sowie die erhöhte Interaktion und Personalisierung der Lerninhalte lassen sich Lernmotivation und -erfolg steigern. Bei der Integration von UGC müssen jedoch auch die Herausforderungen adressiert werden, insbesondere bei der Qualitätssicherung, der Strukturierung und Moderation. Gelingt dies, so kann UGC einen wertvollen Beitrag für kollaboratives Lernen und professionelles Peer Learning leisten.